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Systemische
Traumatherapie EMDR |
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| Im weitesten Sinne ist ein
Trauma eine belastende Erfahrung, die unser Leben ab dem
Moment des Ereignisses beeinflusst, meist in einschränkender
oder schwächender Weise. Francine Shapiro, die Begründerin
der EMDR-Methode, spricht von den Traumen mit großem
"T" mit dramatischen Auswirkungen wie Unfälle,
Verluste, Vergewaltigung etc., die häufig zum "Posttraumatischen
Belastungssyndrom" führen (Schlafstörungen,
Konzentrationsschwächen, Angstzustände, psychosomatische
Beschwerden, flash backs . . .). |
| Die Traumata mit kleinem
"t" sind Erfahrungen (meist aus der Kindheit),
die in uns beengende oder negative Überzeugungen
entstehen lassen und ebenfalls belastende Störungen
nach sich ziehen können (Depressionen, mangelndes
Selbstwertgefühl, usw). |
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Manche Traumata sind nicht erinnerbar
und können unerkannt verschiedenste Probleme verursachen.
Typische Folgen nicht erinnerbarer Traumata sind:
Angststörungen (Phobien, Panikstörungen,
Prüfungsängste)
Somatisierungsstörungen (Rücken-
oder Nackenbeschwerden, Tinnitus, Herzprobleme, wandernde Schmerzen
im ganzen Körper)
Depressives Syndrom, Ess-Störungen,
Lern- und Konzentrationsstörungen u.a. |
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| . . . das
Funktionieren von EMDR sind Ergebnisse aus der Hirnforschung: |
| Bei
einem Schockerlebnis reagiert der Organismus in der Regel
mit Angriff, Erstarren oder Flucht. Erst etwas später
wird normalerweise die Erinnerung daran so abgespeichert,
dass wir sie örtlich und zeitlich in unser Leben
einordnen, sie logisch begründen und auch in Worte
fassen können. Wie in der Hirnforschung gerade in
jüngerer Zeit herausgefunden wurde, entstehen bei
sehr belastenden Situationen im Gehirn "Blockierungen":
Die kognitive und emotionale Verarbeitung zwischen linker
und rechter Gehirnhälfte kann nicht wie beschrieben
stattfinden. Somit bleibt das Erlebnis unverarbeitet und
isoliert und führt zu den oben genannten Störungen. |
| EMDR
ermöglicht durch spezielle Techniken (sog. bilaterale
Stimulation: Rechts-links-Augenbewegungen oder taktile
Stimulation), ebendiese Verbindung zwischen der rechten
und linken Gehirnhälfte wiederherzustellen und die
Verarbeitung der Traumata in Gang zu setzen. |
| Eine
große Bedeutung stellt bei der systemischen Traumatherapie
die Ressourcenarbeit
dar, deren Ziel es ist, den Betroffenen in aktuellen Krisensituationen
zu stärken oder während und nach der EMDR-Arbeit
zu stützen. Dabei werden durch imaginative Techniken
und bilaterale Stimulation die dem Klienten innewohnenden
positiven und stärkenden Ressourcen und Kräfte
aktiviert und verstärkt. |
| Verbunden
mit Elementen der Gesprächs-, Körper- und Maltherapie
kann die Systemische Traumatherapie EMDR zusammen mit
Ressourcenarbeit in vergleichsweise kurzer Zeit die Traumata,
seien sie bewusst oder unbewusst, der Verarbeitung zugänglich
machen und damit die Belastung auflösen. |
| EMDR
wird mittlerweile nicht mehr nur für ausgesprochene
Traumata eingesetzt, sondern kann bei alltäglichen
Problemen und Coachingthemen gute Hilfe leisten. |
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